Das Bild ist seit Entstehung der großen Zeitungen als erstes Massenmedium einer der wichtigsten Informationsträger im Journalismus. Während noch im 19. Jahrhundert und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts für die Anfertigung der Pressebilder die Illustratoren zuständig waren, kam es im Zuge der industriellen und technischen Entwicklung zu einem radikalen Wandel im Bildjournalismus: Die Pressezeichnungen, die zuvor wesentlich zur öffentliche Sichtbarkeit der Illustration beigetragen hatten, wurden von der Fotografie vollständig und dauerhaft aus der Berichterstattung verdrängt. Seit einigen Jahren jedoch erlebt die Illustration als Mittel der Bildreportage eine Art Revival. Auf der Seite www.reportagezeichnung.de beschäftige ich mich näher mit diesem Phänomen und stelle Auszüge meiner eigenen Arbeit zu diesem Thema vor.
Ich hatte die Gelegenheit, den Herausgeber von Freistil online Raban Ruddigkeit, den Künstler und Leiter des Melton Prior Institutes Alexander Roob und den amerikanischen Comicjournalisten Dan Archer zum Thema Illustration und Reportagezeichnung zu interviewen. Die drei Interviews können
hier heruntergeladen werden.
Bildreportagen verlangen nicht nur nach interessanten Themen, sie müssen auch auf eine ebenso nachvollziehbare wie spannende Weise erzählt werden. Dies kann mit Hilfe linearer, konventioneller Erzählweisen gelingen, doch gerade der digitale Raum bietet in diesem Bereich neue, höchst interessante Lösungsmöglichkeiten. Für das Melton Prior Institut verfasste ich einen Artikel zu diesem Thema. Er kann hier gelesen werden.
Die Glaubwürdigkeit der Bilder ist eines der wichtigsten Merkmale einer Bildreportage. Hat die Illustration in diesem Bereich überhaupt eine Chance gegen die Fotografie? Wie wirkt sich die Existenz von moderner Bildbearbeitungssoftware auf die Glaubwürdigkeit von Fotos aus? Und aus welchen Gründen wirken manche Bilder glaubwürdiger als andere? Diese Fragen wurden im Workshop "Ich glaube nur was ich sehe" behandelt. Die Dokumentation kann hier herunter geladen werden.
Das Internet erlaubt die schnelle, kostengünstige und massenweise Verbreitung von Bildern. Darüber hinaus können aber auch multimediale Anwendungen, Interaktivität oder Animation eingebunden werden. Ziel des Workshops war es herauszufinden, welche Möglichkeiten diese Rahmenbedingungen für die Bildreportage eröffnen. Eine Dokumentation des Workshops kann hier herunter geladen werden.
Die Illustration erlebt heute eine Wiederkehr in vielen Gestaltungsbereichen, aus denen sie historisch bereits als verdrängt gegolten hat. Diese Rückkehr geht mit einem formalen und inhaltlichen Wandel einher, der in neuen gesellschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen begründet ist. Sie stellen eine bedeutsame Herausforderung für die illustrative Gestaltung dar und es erscheint ohnenswert nachzufragen, wie unter diesen neuen Rahmenbedingungen angemessene gestalterische Ausdrucksformen gefunden werden können. Die Masterarbeit zielt darauf ab, zunächst diese neuen Herausforderungen zu analysieren und bisherige gestalterische Lösungskonzepte zu diskutieren. Davon ausgehend sollen dann Prinzipien für die zukünftige Illustration der Bildreportage entwickelt und in einem Gestaltungsbeispiel umgesetzt werden. Dies soll am Beispiel der Bildreportage geschehen. Ein umfassendes Proposal zur Thesis kann hier herunter geladen werden.

